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Walther Haupt

Julius Albert Walther Haupt (* 21. April 1895 in Dresden; † 22. November 1990 in Görlitz) war ein deutscher Lehrer, Archivar und Numismatiker.

Leben

Haupt stammte aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, wo er auch die Schule und das Lehrerseminar besuchte, bevor er als Lehrer tätig wurde. Bereits in jungen Jahren wurde er durch einen praxisverbundenen Heimatkundeunterricht bekannt. Seine Wanderungen mit Schülern wurden legendär. In dieser Zeit war er an der Gestaltung von Reliefs und Hand- und Wandkarten für den Schulunterricht beteiligt. Ferner beteiligte er sich am Schreiben von Ortschroniken, darunter besonders von Wehrsdorf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fertigte er kunstgewerbliche Arbeiten vor allem in Kunsttreibtechnik, bevor er Leiter des Museums auf dem Oybin wurde. Zuletzt wirkte er am Stadtarchiv in Görlitz.

Sein besonderes Interesse galt der Münzforschung der Oberlausitz, deren Kenntnisse er sich autodidaktisch aneignete. Anleitung bekam er noch während seiner Zeit in Dresden durch den Direktor des dortigen Münzkabinetts Walter Schwinkowski. Nachdem er Lehrer in der Oberlausitz wurde, erfolgte seine Ernennung zum Münzsachverständigen der Gesellschaft für Vorgeschichte und Geschichte in Bautzen. In dieser Zeit legte er auch erste Publikationen zu numismatischen Themen Sachsens und der Oberlausitz vor, denen im Laufe seines Lebens noch zahlreiche weitere folgen sollten. Einige seiner Veröffentlichungen wurden auch in der Tschechoslowakei gedruckt.[1]

Daneben veröffentlichte Walther Haupt auch Artikel über volkskundliche und lokalhistorische Themen, wie zum Beispiel Das Zinsregister des Klosters Marienstern (mit Joachim Huth, 1957) oder die Meißner Bistumsartikel von 1495 (1968).

Ehrungen

  • 1980 Kunstpreis der Stadt Görlitz

Nachlass

Der schriftliche Nachlass von Walther Haupt wird heute im Sächsischen Staatsarchiv – Hauptstaatsarchiv Dresden als Depositum verwaltet.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Werner Coblenz: Walther Haupt 90 Jahre. In: Sächsische Heimatblätter. Bd. 31, Nr. 2, 1985, S. 90.

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